Personalisierungsmöglichkeiten gibt es viele. Die beliebtesten Arten, wie der Siebdruck sowie die Bestickung, gibt es schon seit vielen, vielen Jahren auf dem Textilveredelungsmarkt. Doch vor wenigen Monaten ist eine ganz neue Technologie auf dem Markt erschienen, die als DIE Neuentdeckung der Branche gehandelt wird – der Direct-To-Film-Druck, kurz DTF. Was genau darunter zu verstehen ist, welche Vorteile für diese Veredelungsart sprechen und in welchen Fällen ein Einsatz super geeignet ist, lassen wir Sie in unserem neusten Blogbeitrag wissen.


Müsste man dem Direct-To-Film-Druck eine deutsche Bezeichnung geben, würde sich wohl „Direktdruck auf Film“ bzw. „Folie“ am besten eignen. Durch die Übertragung des Wunschmotivs oder -logos auf eine Folie, kann es mit einigen Zwischenarbeitsschritten direkt auf das gewünschte Textil übertragen werden. So entstehen in Kürze personalisierte Textilien, die keiner aufwendigen Maschineneinrichtung oder großem Zeitaufwand bedürfen. Wir für unseren Teil sind jedenfalls absolut begeistert von dieser neuen Veredelungsart, selbst als jahrelanger Branchenkenner. Apropos Branchenkenner – wer sich ein bisschen auskennt wird schnell merken, dass es sich beim DTF-Druck um keine komplette Neuerfindung handelt. Der Direct-To-Film-Druck ist wohl eher als Mix des Digitaldirektdrucks sowie des Transferdrucks anzusehen.

Beim Digitaldirektdruck oder auch Direct-To-Garment-Druck, kurz DTG, wird das ausgewählte Motiv direkt von einem Tintenstrahldrucker auf das Textil aufgebracht. Hierzu wird zunächst das Motiv über einen PC, in digitaler Form an den Drucker übertragen und von dort aus direkt auf das Shirt übertragen. Beim Plastisoltransferdruck hingegen wird eine neutrale Transferfolie über eine Gummirakel mit Farben sowie Klebstoff bedruckt. Ist das Motiv auf der Transferfolie durch Hitze fixiert worden, kann das Wunschmotiv mit einer Transferpresse auf das Textil aufgebracht werden. Beim Direct-To-Film-Druck verschmelzen diese beiden Personalisierungsmöglichkeiten quasi miteinander.

Das Bedruckungsverfahren

Ähnlich wie beim DTG-Druck, wird beim Direct-To-Film-Druck mittels eines Tintenstrahldrucks das Wunschlogo oder -motiv spiegelverkehrt auf eine beschichtete Transferfolie aufgetragen und mit Schmelzkleber versehen. Durch die Einwirkung von Hitze kommt es zur Trocknung, wodurch die Folie Einsatzbereit ist. Nun kann das Druckergebnis mittels Transferpresse entweder direkt auf das Textil aufgebracht oder eingelagert werden. So kann man es jederzeit abrufen und sich on-demand beliefern lassen. Da für jedes Druckerzeugnis weiße Tinte als Untergrund eingesetzt wird, lassen sich sowohl dunkle als auch farbige Textilien bedrucken. Aufgrund des Einsatzes einer Thermotransferpresse ist außerdem eine individuelle Logoplatzierung auf Arm, Brust oder Rücken möglich, egal ob es sich hinsichtlich des Textils um ein Mischgewebe, Natur- oder Kunstfasern handelt.

Die unverkennbaren Vorteile

Der Direct-To-Film Druck ermöglicht individuelle Druckergebnisse, auch bei geringen Stückzahlen. Damit ist der DTF-Druck eine echte Alternative zum verhältnismäßig aufwendigen Sieb- sowie Plastisoltransferdruck. Jede Bildvorlage kann als Druckmotiv verwendet werden. Und auch was die Farbzusammensetzung angeht, ist allerhand möglich. Durch die Verwendung der CMYK-Farbbestandteile Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key, sind tausende Farben innerhalb dieses Farbraums abbildbar, inklusive Farbverläufe und Schattierungen. Hinzukommt die extrem starke Dehnbarkeit der Druckerzeugnisse sowie die hohe Waschbeständigkeit, welche Direct-To-Film Drucke so langlebig und zugleich attraktiv machen. Sie sind kostengünstig, da keine zeitraubende Maschineneinrichtung notwendig ist und eignen sich daher hervorragend für Kleinauflagen.

Nochmal zusammengefasst

  • kleine & große Auflagen
  • viele Farben dank CMYK-Farbraum
  • Farbverläufe & Schattierungen abbildbar
  • individuelle Motivplatzierung
  • Naturfasern, Kunstfasern & Mischgewebe bedruckbar
  • hohe Dehnbar- & Waschbeständigkeit

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